Kategorie-Archiv: Straight P – Presse

Presseberichte zu und über Straight P

SKY-MP3 Review – KÖLNS FELS

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SKY-MP3-Review: Straight P – Kölns Fels

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So nach längerer Zeit haben wir mal wieder ein frisches Release unter die Lupe genommen. Diesmal ist Straight P`s neue Doppel EP “Kölns Fels” dran und kommt in der Bewertung ganz gut bis zeimlich gut weg.

Ihr könnt euch das Album oder eben einzelne Tracks auf iTunes und den anderen (Gema Musik vertreibenden…) Portalen als MP3 runter laden. Mit einem Klick auf das Cover kommt ihr gleich zu iTunes:

Straight P - Kölns Fels

Der Unterschied
Ich werde mir den Text sparen – ihr könnt das Video gucken und euch selbst ein Bild machen. Eines vorab: Chillig

Maximum Respekt
Battle ab der ersten Silbe. Wind gegen Taifun, Hundevergleiche, alles sauber auf den Takt gezimmert. P ist so etwas wie der Professor der harten Disses oberhalb der Gürtellinie. Durch dir präzisen Treffer und Vergleiche gehen Gegner bei schwächenden Skills auch so nieder. Mainstream Diss-Tracks verblassen vor Niveaulosigkeit auf hohem Niveau.

Kölns Fels
Nicht mein Fall… liegt aber eher am Beat. Inhaltlich s. Maximum Respekt. Ein Bomben Vergleich mit Thors Hammer ist dabei. P`s Reime kommen immer gerne unerwartet und sind nicht berechenbar.

Kiep the Krieg
Ein brachialer Backbone-Brecher Beat gepaart mit einem fürchterlich freshen Flow. Schwer zu beschreiben – der beste Track auf dem Album. Doch jetzt weiß ich wie ich es in Worte Fasse: Das ist ein Bilderbuch Battle Track. Das starke ist der perfekte Flow der genauso ruhig wie gleichmäßig daherkommt  – eine Art verbale Armee aus Buchstaben und Satzzeichen die in perfekter Formation und Präzision mit jedem vierten Takt, Kung Fu Übungen vorführend, einen Schritt  vorwärts marschieren und alles überrollen. Hört den Track dann wisst ihr was ich meine. Zwischendurch hätte ich mir gewünscht dass er lauter oder aggressiver rappt, aber gerade dieses ruhige ist das gefährliche an P – er muss einfach nicht laut werden um Furcht einzuflössen. Es ist der Krieg Realness gegen Wackness, Niveau gegen Huso-Rap, Ehrlichkeit gegen Blendertum und Kölns Fels gegen den Rest der Welt.

Poserfish
Chilligster Beat. Straight P zerreißt Wack MCs lyrisch auf diesem Track, das ist nichts neues. Der Beat verbreitet aber irgendwie Piknik Atmosphäre. Gefällt mir gut.

Skill Gates
Aha da ist er wieder – der Agro Beat und die Kampfring Stimmung. Um es mit Kampfrichter Sprache auszudrücken: K.O. aber ein paar Universen hinter Kiep the Krieg, den hör ich jetzt nochmal.

Fazit:
Kiep the Krieg steht P am besten. Ein Track zum trainieren, Kopf nicken und einfach zum lernen. Wer den Track kapiert und kopiert wird ein Level Up in Real Talk und den ersten Dan in Skills bekommen. Poserfish werd ich im Sommer im Rheinpark hören der Rest ist auch ok aber irgendwo zwischen easy und krass. P beherrscht zwar alle Nuancen dazwischen aus dem FF aber überzeugend wird es nur wenn es richtig rough oder richtig chillig ist. Mit Kiep the Krieg hat P irgendwie den Rest des Albums zerstört weil es in meinen Augen ein Ausnahmetrack im deutschen Rap ist. Der Rest ist einfach “nur gut”.

P.S.: Hier kommt ihr zu Straight P`s Profil auf sky-mp3.com

 

HipHop.biz zu Schattenwelt

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Straight P – “Schattenwelt” | 07.06.2013

Straight P, die Single – “Schattenwelt” wird am 07.06.2013 veröffentlicht.

Im folgenden möchten wir euch die ersten Informationen präsentieren. Wir haben für euch das Cover, ein paar Pressefotos und die Pressemitteilung mit allen Infos und Links zum nächsten Single-Release für euch zusammengefasst…

Straight P – “Schattenwelt” | 07.06.2013

Nach seinem beispiellosen Debütalbum “D.O.G. – Deep ohne Grund”, das im August 2012 veröffentlicht wurde, präsentiert Straight P jetzt seine neue Single “Schattenwelt”. Der gewaltige Beat von Trackmaster One (Strassenkinda Productions) und die routiniert bruchfesten Lyrics von Straight P fusionieren perfekt und mutieren zu einem satten Strassenbrenner mit Klassikerpotential.

Abgerundet wurde das gute Stück durch das Mastering von Tim Altrogge (Cookshack). Mit der Videoproduktion setzen Simon Layes und Christopher Brand (Mango Division) neue individuelle Maßstäbe und bringen die Schattenwelt im wahrsten Sinne des Wortes auf den Schirm.

http://straightp.de/
https://www.facebook.com/pages/Straight-P/200674633302532
http://www.youtube.com/user/Straight1Music

support vom Terrorverlag

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STRAIGHT P veröffentlicht Debütalbum

04.10.2012

„STRAIGHT P a.k.a „Kölns Fels“ released sein erstes Album “D.O.G. – Deep ohne Grund” auf seinem eigenen Label Shine Str8 Rec.. Seit dem Single-Release “Shootfight” 2010 warten Viele auf das angekündigte Album der Kölner Skillwalze. Doch keine Frage! Die Fans werden für die lange Wartezeit belohnt! Bereits mit dem Opener stellt Straight P klar, dass er einen unverwechselbaren „eigenen Kurs“ einschlägt.

Für Jedermann verständliche Aussagen mit Ausdruck verpackt in entspannten Flows bis hin zur gekonnten Sprachakrobatik, die Rapliebhaber-Herzen höher schlagen lassen.
Individueller Wortwitz überzeugend präsentiert gepaart mit stets basslastigen Beats zeichnen dieses Album aus. FLX, der die Produktion balanciert und J-Walk zuständig für den Mix der meisten Vocals, lassen es sich auch nicht nehmen selbst ein Drittel der Instrumentale bereit zu stellen.

Weitere Soundbretter werden von IVE75, Nikki Louder, Ar.key.tec, Majorus Duex, Davechars, Mo Peacock, Dj Boogie aka infamous Beatz und Mete Makkat geliefert. Im Ganzen sticht dieses Release aber nicht nur durch den eigenen Sound sondern besonders durch seine breitgefächerten Inhalte deutlich aus den durchgekauten Standards heraus. Anspruchsvoll und doch einfach werden Lebenssituationen die Viele von uns kennen, vom Kölner in eingängliche Texte verpackt. Dem Titel des Albums „D.O.G. – Deep ohne Grund“ entsprechend, liegt der Schwerpunkt aber in erster Linie auf den tiefer gehenden Tracks. Es ist vor allen Dingen ein emotionales und ehrliches Album, bei dem Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung im Vordergrund stehen. Kopfüberdruck- und Antitretmühlen-Rap von innen heraus, der zum nachdenken anregt. Stück für Stück Kraft gebend, aufbauend und auffordernd aber auch hasserfüllt, verhöhnend oder niedergeschmettert, gewährt der Rapper Einblick auf seine Sicht der Dinge. Dabei bleibt er stets geradeaus und authentisch. „Rap bleibt mein Überdruckventil!“ sagt Straight P und davon kann sich mit diesem Release jetzt jeder selbst überzeugen.“

Blog: straightp.de/blog/
Homepage: straightp.de/
Shine Str8 Rec. – Youtube-Channel: www.youtube.com/user/Straight1Music
Facebook: www.facebook.com/pages/Straight-P/200674633302532
Bandcamp: straightp.bandcamp.com/
Soundcloud: soundcloud.com/straight-p/tracks?format=html&page=1

Quelle: Shine Str8 Rec.

Von [Aläx]

Review zum Album D.O.G. von Generation One

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Straight P – Deep ohne Grund

Music Rap – HipHop
Mittwoch, den 05. September 2012 um 06:05 Uhr

Grundlos tiefgründiger Rap mit viel Herzblut.

cd-straightp

Review | Kritik | Bewertung
Straight P – Deep ohne Grund (2012)

D.O.G. - Deep ohne Grund - Straight PBewertung: 3,5 von 6
Label: Shine Str8 Rec.
www.straightp.de

Seitdem der Kölner Straight P im Jahre 2010 seine Single Shootfight released hat, warten seine Fans auf ein Solodebüt. Als Emcee betätigt sich der 34-Jährige allerdings schon weitaus länger. Bereits im Jugendalter rappte er in seiner eigenen Crew, richtig ernst wird es dann Anfang der 2000er, als er sich entscheidet anstatt auf Englisch in deutscher Sprache zu rappen. In der Kölner Szene macht er sich spätestens nach Kollaborationen mit dem Entourage-Umfeld einen Namen. 2008 veröffentlicht er dann erstmals ein offizielles Projekt: Das Mixtape Plan P beinhaltet Tracks, die Straight P in den vorherigen acht Jahren aufgenommen, aber nie herausgebracht hat. Weitere vier Jahre später folgt nun endlich sein Solodebüt D.O.G. – Deep ohne Grund.
„Begreif es ist Straight P, ich fahr mein‘ eigenen Kurs / vergleicht Eure Plastikfassaden nicht mit `ner eiseren Burg / Ich bin schon durch Scheiße geschwommen, hab viel Scheiße geschluckt / doch jetzt geht’s nach oben und die Reise wird kurz!“ (aus dem Track Eigener Kurs). Straight P hofft nach Jahren des Hustlens nun endlich ein positiveres Lebenskapitel einläuten zu können. D.O.G. – Deep ohne Grund, der Name ist Programm. Musikalische Eigenständigkeit und Authentizität gehen dem Kölner über alles. Tiefgängige Songs wie Mama Said oder Die Krankenhaus-Story sind dann nicht nur gut umgesetzt sondern auch brutal ehrlich.

act-straightpGerade ersterer Track ist eben kein 0815-Stück für die Mama, sondern die musikalisch umgesetzte Hochachtung vor der Frau, die trotz eines schlagenden Ehemanns immer zuerst an ihre Kinder dachte und erst dann an sich. Ein berührender Song! 9 Jahre lang beschreibt die Beziehung zu seiner Ex-Freundin und zur großen Überraschung vermeidet es Straight P sinnlose Hasstiraden zu spitten, vielmehr bedankt er sich sogar bei seiner Verflossenen für die gemeinsamen Jahre, das beweist Charakterstärke. Die musikalische Untermalung inklusive einem großartigen Klaviersample, setzt dem Ganzen dann die Krone auf. Ein wirklich hervorragender Song. Bereits vor zwei Jahren erschien die Leadsingle Shootfight. Lyrisch verwendet der Kölner hier viele Fachbegriffe aus dem Kampfsportbereich, was sehr interessant ist und es in dieser Form auch noch nicht zu hören gab. Der Sänger Camany liefert die einzigen Gastbeiträge der Platte ab.

Während Bullshit eher blass bleibt, weiß Wir kommen deutlich mehr zu gefallen und stellt einen der stärksten Tracks der Platte dar. Leider geht es nicht nur positiv weiter. Die deepen Songs sind fast alle sehr gelungen, bei den Battletracks / Representern kann man das nicht behaupten. Während Blut noch relativ eingängig aber ziemlich platt wirkt, ist Was sie wollen und vor allem Es stinkt ziemlich überflüssig. Ich hustle lieber sagt der Kölner auf dem gleichnamigen Track. Er sieht sich als Sprachrohr einer immer größer werdenden Schicht, die aufgrund von Geldproblemen und Alleinegelassen werden des Staates zu einem kriminellen Lebensstil getrieben werden. Auch dieser bedrohlich werdende Song, hätte nicht unbedingt auf die LP müssen, dann doch lieber Mein Ding, auf welchem 34-Jährige klarmacht, dass er seinen Weg weitergehen will und noch Großes vorhat („Denn mein Leben ist der Einsatz und der Himmel ist das Limit“).

redakteur-julian

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Julian Dannenhauer ist der Meinung…
Hat sich das lange Warten auf Straight P’s Debütalbum nun gelohnt? Gerade die tiefgründigen Songs bleiben im Ohr und sind sehr gelungen, dazwischen gibt es dann aber einiges an Füllmaterial. In D.O.G. – Deep ohne Grund steckt zweifelsohne viel Herzblut, dass hört man beinahe sekündlich. Der Kölner wird seinen Weg gehen, darum muss man sich keine Sorgen machen. Zum großen Durchbruch wird diese LP trotz einer guten Vorstellung dennoch nicht reichen. Wer ehrlichen Rap gepaart mit einer soliden Technik mag, dem ist die Platte vorbehaltlos zu empfehlen.

Empfehlung von Berlin Music TV


zum Artikel auf berlinmusic.tv

Straight P – D.O.G

06. August 2012 – HipHop | Reggae

Verfasser: Marco

 

Deutschrap geht es gut. Das beweisen nicht nur steigende Verkaufszahlen, sondern auch die Qualität der eingesandten CD’s welche sich Woche für Woche auf unserem Redaktionstisch stapeln. Klar ist immernoch eine Menge unzumutbarer Mist dabei, aber die Anzahl der Lichtblicke steigt. Grund genug wie wir finden euch einen dieser qualitativ höherwertigen Rappern mal vorzustellen. Sein Name ist Straight P. und sein Album D.O.G (Deep ohne Grund) sticht aus der Masse hervor.
Eins muss man dem Kölner Rapper Straight P. schonmal lassen. Er weiß wie man eine Platte aufbaut. Während viele CD’s schon nach den ersten vier bis fünf Tracks per Eject Taste in den Müll befördert werden, lässt sich D.O.G entspannt weiter hören. Durchgehend deepe Lyrics sind jetzt vielleicht nichts für den eingefleischten Battle-Rap-Hörer, halten jedoch dem Albumtitel „Deep ohne Grund“ die treue. Ganz nach dem Ganstarr Member Guru Motto „es kommt nur auf die Stimme an“, profiliert sich der selbsternannte Kölner Fels vor allem durch seinen Klang. Keine ätzenden oder nervigen Stimmlagen, sondern eine ruhiger klarer Klang, welcher trotzdem auf rasanten Beats zu Geltung kommt, zeichnen diesen Künstler aus. Man kann sich D.O.G somit entspannt im Ganzen anhören ohne dabei gelangweilt oder genervt zu werden. Natürlich wünscht man sich vielleicht an der ein oder anderen Stelle etwas mehr Druck oder Aggressivität, andererseits würde das auch nicht zum Albumthema und auch irgendwie nicht zum Künstler selbst passen.
Die Beats von IVE75, Nikki Louder und infamous Beatz sind rund und fett und J-Walk hat die ganze Platte definitiv sehr sauber gemischt. Der Aussage im Pressetext können wir demnach nur zustimmen. Es ist ein „emotionales und ehrliches Album“ welches sich hören lohnt. Vertrieben wird das Kölner Rap Stück über Groove Attack und ist über die offizielle Seite des Künstlers zu erhalten. In diesem Sinne senden wir schöne Grüße raus nach Köln und empfehlen unsern Hip Hop Fans bei Straight P. in Zukunft mal auf Play zu drücken!
berlinmusic.tv ist ein Projekt der Initiative der Studenten des Forschungszentrums für Populäre Musik der Humboldt Universität Berlin. Dabei handelt es sich um eine Plattform für Musik aus Berlin: Berliner Musiker, Berliner Bands, Projekte und alle von Berlin inspirierten Musikliebhaber. Wir veröffentlichen Interviews, Portraits, Reviews, Veranstaltungstipps von Berliner Musikern und darüber hinaus in Schrift, Bild, Ton und vor allem Videoformaten.

Review zum Album D.O.G. von laut.de

(zum Artikel auf laut.de)

laut.de-Kritik

Es geht um Skills und Vibes und Fleiß.

Review von Ich träum‘ davon, es würde wirklich nach Fakten entschieden, müsst‘ nicht ständig die Platte verschieben, um was zu verdienen.“ Verschoben hat Straight P sein Debüt wirklich lange genug. Die erste Single „Shootfight“ stammt bereits aus dem Jahr 2010. Angekündigt hatte Kölns rappender Fels seinen Erstling damals schon eine gefühlte Ewigkeit lang.

Gut Ding braucht manchmal eben tatsächlich Weile – obwohl wohl eher Sachzwänge und widrige Umstände als akribische Soundtüftelei daran die Schuld tragen, dass „D.O.G. – Deep Ohne Grund“ gar so ausgiebig auf sich warten ließ.

Bei einer derart ausgedehnten Produktionsphase ergibt es sich beinahe zwangsläufig, dass Tracks aus verschiedenen Jahren – und damit stark unterschiedlicher Reifegrade – nebeneinander zu stehen kommen. So versucht „Ich Hustle Lieber„, eine kleinkriminelle Lebensweise als eine Art Rebellion gegen „das System“ zu verkaufen: eine Sichtweise, der Straight P aber eigentlich längst entwachsen zu sein scheint.

Im Vorfeld zeigte er sich nämlich durchaus als ein reflektierter Beobachter, dem sein „Eigener Kurs“ – will meinen: inhaltliche wie musikalische Eigenständigkeit – über alles geht. Straight P kennt die Macht der Worte. „Hört ihr diese Stimme? Ich mach‘ sie zum Säbel„, zur einzig legitimen Waffe, um seine Differenzen auszufechten. Er lässt „Blut“ in Strömen fließen, bleibt dabei jedoch deutlich auf einer metaphorischen Ebene.

Seinen Unmut tut er dabei unverblümt kund. Allerdings verzichtet er darauf, seine Gegner beim Namen zu nennen. In seinen Rundumschlägen gegen passives, missgünstiges, destruktives Duckmäusertum dürften sich die Adressaten, allesamt „Aus Einer Anderen Welt„, aber getrost angesprochen fühlen, auch ohne explizit aufgerufen worden zu sein.

Ehrlichkeit, Geradlinigkeit, Tatkraft und Zielstrebigkeit heißen die Tugenden, für die Straight P wieder und wieder einsteht. „Es geht um Skills und Vibes und Fleiß.“ Träumen ist dabei erlaubt, einer Utopie nachzurennen: allemal besser als sich aufzugeben. „Ich hab‘ es längst begriffen: Die Sterne sind zum Greifen da.“ Für alle, die sich – aus welchen Gründen auch immer – verbiegen, hat er dagegen nur ein müdes Lächeln übrig.

Dazu droppt Straight P die eine oder andere persönliche Anekdote – wie die „Krankenhaus-Story“ – oder gibt zweifellos erlebte Details aus seiner Familiengeschichte preis, wie in „Mama Said„. Mit „9 Jahre“ beweist er zudem, dass bei der Abrechnung mit der Verflossenen durchaus etwas auf der Habenseite übrig bleiben kann. Statt im Beleidigte-Leberwurst-Stil ohne Rücksicht auf Verluste Dreckwäsche an die Öffentlichkeit zu ziehen, demonstriert Straight P Achtung: eine willkommene Abwechslung.

Dabei wirkt er so viel männlicher als die Heerscharen anderer kleiner Jungs, die bockig ihren Spielkameraden in den Matsch schubsen, sobald er sich nicht mehr mit ihnen und ihren Launen abgeben mag.

Ideen und Haltung stimmen, bei der Ausarbeitung bleibt jedoch Luft nach oben. Eine „Story“, die diese Bezeichnung wirklich verdient, steckt nicht in der „Krankenhaus-Story“. Die eine oder andere Hookline dürfte – wie in „Es Stinkt“ oder der ansonsten beeindruckend plastisch geschilderten Kampfsport-Hymne „Shootfight“ – gerne ein bisschen weniger platt ausfallen.

Gesungene Refrains, wie sie Camany gleich zweimal beisteuert, bleiben einfach Geschmacksache. Immerhin agiert der Mann nicht halb so überkandidelt wie viele seiner Sangesbrüder. „Das hier ist der lockere Standard„, behauptet Straight P indes gut gelaunt. Probleme, technisch auch auf gehobenem Niveau mitzuspielen, hat er keine.

Eine ganze Reihe unterschiedlicher Produzenten baut ihm die Bühnen. An manchen Stellen passt einfach alles. Etwa, wenn aus dem Hintergrund von „9 Jahre“ ein Sample aus „Stay“ von Shakespears Sister schreit oder Mo Peacock in „Der Moment“ mit einem Hauch von Mittelalter den Beweis führt, dass ein Klavier keineswegs immer nur melancholisch-bedröppelt daher kommen muss.

In anderen Momenten („Eigener Kurs„, „Blut„) geraten mir die Beats allerdings viel zu sachte: „Dieses Album zielt nach innen wie ein Tritt in die Eier.“ Na, dann muss es auch ordentlich Wumms auffahren, bitteschön!

Straight P – Shootfight – PM

STRAIGHT P – Shootfight

[Streetdate: 18.02.2010 / Groove Attack]
Nach der Aufwärmphase mit seinem Mixtape „Plan P“ und der Free-EP „Komm auf den Hund“, setzt Straight P
a.k.a Kölns Fels wie angekündigt mit seinem nächstem Release „Shootfight“ definitiv einen drauf.
Der Kölner begrüßt seine Hörer nunmehr als „Raps Takedown“ mit einer Hommage zu einem Mixed-Martial-
Arts-Stil, dem Shootfighting.
Mit dieser Auskopplung stellt er sein Können textlich sowie raptechnisch zweifellos unter Beweis. Die Single
„Shootfight“, die als Gong in die erste Runde für sein anstehendes Album „D.O.G. – Deep ohne Grund“
verstanden werden darf, sticht aus dem üblichen „Möchtegern-Einheitsbrei“ deutlich heraus.
Mit beeindruckender Präzision beschreibt er die Vielfältigkeit der Anforderungen und Ausschnitte aus der
Umsetzung einzelner Techniken des Shootfightings, bis man sich selbst in den Ring versetzt fühlt. Unterstützt
wird der Rapper dabei von 2 Kämpfern die nicht weniger beeindruckende Kostproben Ihres Sports zum Besten
geben.
Das Album D.O.G. wird 2012 erscheinen.

Straight P – Plan P – PM

STRAIGHT P – PLAN P (MIXTAPE)
[Streetdate: 05.12.2008 / Groove Attack]
Straight P aka Kölns Fels – 1993 das erste mal mit dem Mic vor der Crowd, gibt jetzt mit seinem Mixtape – Release „Plan P“ den Hörern einen Vorgeschmack seiner breiten Skillwalze, die wohl noch vieles unter sich begraben wird. Souverän rollt der Kölner ein. Auf Beats von Iman Iran, Iron Side Productions, sinproduction, Chemobeatz und Beef 560 brennt sich Straight P durch Köpfe – wie Flammenwerfer durch Styroporwände. Ein beeindruckender Blick auf das Potential und Schaffen des Ausnahme – MC´s. In ehrlicher Atmosphäre stößt er Bewegungen in Köpfen an – beeindruckt mit seinen Battletexten auf neuer Ebene – und vermischt sie mit Ausschnitten seiner Reflektionen eines realen Einzelkampfes in unserer Zeit.
Auch die Cutz von DJ Boogie, Retrogott, Hulk Hodn und Iron Ive zerkratzen Haterinstinkte, so wie dir deine Frau die Augen zerkratzt, wenn sie dich beim Bangen mit ihrer besten Freundin erwischt! Offen für Echtes und deutlich abgegrenzt zur Wackness, macht Straight P klar woher er kommt, wofür er steht und wohin er geht.
Die Songs stammen aus dem Zeitraum der Jahre 2000 bis 2007. Die meisten Texte stammen hierbei aus den letzten drei Jahren. Das Mixtape „Plan P“ bezeichnet Straight P´s Startlinie für die Arbeit an seinem ersten Album, welches sich bereits in der Vorproduktion befindet.
„Mir war immer klar, dass ich erst ein Tape mit älteren Tracks rausbringe, bevor ich mein Album aufnehme – mit diesem Mixtape geschieht es jetzt! “ Die Produktionsbedingungen waren für den Kölner bisher teilweise eingeschränkt. Mit dem Support von Sinproduction konnte das Konzept von „Plan P“ jetzt umgesetzt werden.

Zu den Tracks, welche es auf den Plan geschafft haben:
Battleshit-Variationen vom Feinsten findet man in Tracks wie „Ans Mic Ran“, „Füsse von P“ oder „Einsam“. Weitere Skills zeigt Straight P in dem Köln-Süd-Representer „E.Z. Spiel“ und dem Acapella „K.O.“ Andere seiner Tracks, wie „Straight P“, „Du kennst mich nicht“ oder auch „Ma thang“ handeln von Selbstverwirklichung durch Zielstrebigkeit und Unnachgiebigkeit – trotz harter Umstände und eingefahrener Umgebung, welche Straight P mit klarer Sicht beleuchtet. Mit dem „Plan P“ findet man ein Stück Geschichte – Straight P’s Geschichte! Nach dem ersten Herantreten an die Öffentlichkeit will er auf die Bühnen – „eine gute Live-Show reißen und mich warm machen fürs Album“.
Es ist sein Plan P!